Wir bei TravelBird wissen die kleinen, besonderen Dinge im Leben zu schätzen. Wir zelebrieren Einzigartigkeit und Vielseitigkeit, denn das ist es, was unsere Welt so bunt und sehenswert macht. Aber was macht einen Ort einzigartig? Wir haben Botschafter aus 50 Ländern gefragt, was man in ihren Heimatländern in 48 Stunden erleben, sehen und unbedingt probieren sollte. Fünf davon haben wir hier für euch zusammengetragen. Außerdem wollten wir wissen, welche kuriosen Klischees sie immer wieder über ihre Landsleute hören, und was sie darüber denken. Dabei ist so einiges zusammen gekommen. Freut euch auf Campechanos in Mexiko, die Chocolate Hills auf den Philippinen, radeln in den Niederlanden, Nano-Technologie in Italien und üppige Wälder in Costa Rica.

48 Stunden in Mexiko

Palacia de Bellas Artes, Mexiko ©Manuel Arroyo

Jorge-Castro Valle, Botschafter für Mexiko, rät unbedingt die Hauptstadt, Mexiko-Stadt, und ihr historisches Zentrum zu besuchen: “Reisende sollten sich [...] Zócalo, die Kathedrale und die Wandmalereien im Palacio Nacional ansehen und die Straßen von Madero, Bellas Artes und Alameda entlang spazieren. Um mehr über die Geschichte Mexikos zu erfahren, lohnt es sich,  das Nationalmuseum für Anthropologie und Geschichte zu besichtigen.” Laut Jorge-Castro Valle ist das Tamayo Museum für jeden etwas, der an zeitgenössischer Kunst interessiert ist. Außerdem sollte jeder Mexiko-Reisende Coyoacán besuchen, ein geschichtliches Viertel, in dem das Haus Frida Kahlos, das Anahuancalli Museum von Diego Rivera und die Sonnenpyramide von Teotihuacán stehen. In puncto Essen empfiehlt Jorge-Castro “alles von Tacos de pastor, Suadero oder Capenachos [...] bis hin zu den modernen Kochkünsten der feinen mexikanischen Küche.” Bekanntlich geht Liebe durch den Magen. In Mexiko gilt das für jede gesellschaftliche Beziehung, denn das Essen spielt in Mexiko eine fundamentale Rolle im Alltag. So findet auch Jorge-Castro, dass “Essen die beste Art ist, das Land kennenzulernen.”

Klischee oder Fakt?

Jorge-Castro kennt eine Menge Klischees über Mexiko und die Mexikaner: “Viele entstanden entweder aufgrund fehlender Informationen oder beziehen sich auf das alte Mexiko. Eines der besten Beispiele ist, dass Mexikaner mit einer Flasche Tequila unter einem Kaktus schlafen.” Eine witzige Vorstellung, die aber nicht der Realität entspricht.

48 Stunden auf den Philippinen

Frau Melita Sta. Maria-Thomeczek kommt von den Philippinen und sagt, dass man unbedingt die vielen Inseln besuchen sollte: “Am besten man reist durch Cebu, um den Trubel in Manila zu umgehen. Cebu selbst hat schon einiges zu bieten, vor allem die wunderschönen Strände.” Weiße Strände, die außergewöhnlichen Chocolate Hills und den Loboc Fluss erreicht man nach einer 2-stündigen Fährüberfahrt nach Bohol. Melita schwärmt  vor allem von den schönen alten Kirchen, die nach dem Erdbeben vor einigen Jahren zwar beschädigt, aber anschließend restauriert wurden.

Melita ist übrigens ein Fan des lokalen “lechon”, ein saftig gebratenes Schwein, und “sutokil”, Fisch, der auf drei Arten zubereitet wird: gegrillt, in Form einer Suppe oder roh, ähnlich wie Ceviche.

Klischee oder Fakt?

Melita freut sich, dass die Filipinos als fröhliche und gut gelaunte Menschen beschrieben werden. Sie merkt aber auch an, dass sie oft unterschätzt werden: “Einige Menschen unterschätzen die Ernsthaftigkeit und Hingabe der Filipinos, wenn Ihnen Verantwortung übertragen wird oder wenn sie in ernste Gespräche verwickelt sind.”

48 Stunden in den Niederlanden

Mauritshuis und Binnenhof, Den Haag ©mihaiulia

Matthijs van Bonzel spricht sich besonders für Amsterdam aus und empfiehlt, ein Fahrrad auszuleihen, die Grachten entlang zu radeln oder eine Bootstour zu machen. Sehenswert sind auch das Rijksmuseum, das Van Gogh Museum und das Anne Frank Haus. Wenn ihr dann noch Zeit habt, rät Matthijs einen Ausflug nach Den Haag und Rotterdam: “Schaut euch den Binnenhof und das Mauritshuis in Den Haag an oder entdeckt den größten Hafen Europas in Rotterdam.”

Um Poffertjes, Kroket, Frikandel und Stroopwafel kommt man laut Matthijs übrigens auch nicht herum. Wer größeren Hunger hat, entscheidet sich besser für eine “rijsttafel”. Diese ist eigentlich indonesischer Herkunft, fand ihren Ursprung jedoch während der Kolonialherrschaft. Der Holländer führte die Reistafel in dieser Zeit in Indien ein.

Klischee oder Fakt?

Wir alle haben es sicher schonmal gehört und glauben, dass die Niederländer eine lockere Einstellung zu Marihuana habe. Was sagt Matthijs dazu? “Keine Sorge, nicht alle Niederländer rauchen Gras.”

48 Stunden in Italien

Castagneto Carducci © ermess/Shutterstock.com

Wir haben mit Herrn Giorgio Novello gesprochen und erfahren, wie ein 48-stündiger Aufenthalt in Italien am besten genutzt wird. Laut Giorgio sind Venedig, Florenz und Rom mit Schnellzügen verbunden und eignen sich hervorragend für einen Kurztrip. Für uns hat sich Giorgio aber für etwas originelleres entschieden: “Eine Bootsfahrt auf den Wasserwegen des Brentas in Padua nahe Venedig, [...] der nah an Florenz gelegene Ort Castagneto Carducci, in dem der Dichter Giosuè Carducci einst lebte, [...] und das kleine Dorf Tolfa nahe Rom.” Wir lieben Giorgios Tipps außerhalb der große Metropolen und wollen am liebsten gleich selbst auf Entdeckungstour gehen!

Klischee oder Fakt?

Wenn Sie an Italien denken, kommt Ihnen da auch gleich Mode, Kunst und Kulinarik in den Sinn? Klar, damit können die Italiener punkten. Aber wussten Sie auch, dass Italien eines der führenden Länder in Sachen Spitzentechnologie, Wissenschaft, Nano-Technologie, Luft- und Raumfahrt ist? Giorgio weiß darüber genau Bescheid: “Maschinenwerkzeuge und Maschinentechnik sind beispielsweise unsere wichtigsten Exportgüter und wir sind heute nach den USA, China, Japan und Deutschland der fünftgrößte Hersteller auf diesem Gebiet.” Wer hätte das gedacht?

48 Stunden in Costa Rica

Puerto Viejo, Costa Rica © Damsea/Shutterstock.com

Wir haben Herrn Román Macaya, einen echten Costa Rica-Experten, nach seinen Reisetipps gefragt und interessante Einblicke erhalten: “Strandliebhaber sollten sich an der Küste des Pazifischen Ozeans aufhalten und zur Guancaste und Nicoya Peninsula reisen. Naturfreunde sollten die Northern Plains oder die karibische Küste genießen und Puerto Viejo besuchen.” Román rät auch, das Naturreservat Monteverde und den Vulkan Arenal nicht zu verpassen. Wer lieber das städtische, bunte Leben genießen möchte, dem schlägt Román vor, die Hauptstadt San José zu entdecken: “Stattet dem Nationaltheater, der Kathedrale, Barrio Amón, dem Nationalpark und dem Jade- und Goldmuseum einen Besuch ab.” In Costa Rica ist natürlich auch das Essen ein Fest für alle Sinne: “Das landestypische Mittagessen besteht aus Reis, Bohnen, Hähnchen und anderem Fleisch, süßen reifen Bananen und Obst”. Besonders das vor Ort angebaute Obst lässt euch das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Klischee oder Fakt?

Weil Costa Rica ein so vielfältiges und sehenswertes Reiseland mit faszinierenden Naturwundern ist, glauben viele Reisende, dass die Costa Ricaner einen sehr entspannten “Urlaubslifestyle” leben. Román möchte dieses Klischee aus der Welt schaffen und klärt auf: “Die Einheimischen pflegen eine hohe Arbeitsmoral. Viele Costa Ricaner arbeiten in wichtigen Servicebereichen und High-Tech-Produktionen. Viele Menschen [...] glauben, dass Costa Ricas Wirtschaft hauptsächlich aus der Landwirtschaft besteht, wohingegen Service und medizinische Geräte unsere Exportschlager sind.” Hätten Sie das gewusst?

Welche Reise machst du zum Erlebnis?

Wow, vielen Dank an unsere lokalen Experten für so viel neue Reiseinspiration. Welches Reiseziel steht als nächstes auf deiner Liste? Tauchst du in die Kultur Mexikos ein? Siehst du dich schon durch die Niederlande radeln? Träumst du dich schon an die weißen Strände der Philippinen? Besuchst du die Heimat des italienischen Dichters Giosuè Carducci? Oder probierst du lieber die zum dahin schmelzenden Früchte auf Costa Rica? Wofür auch immer du dich entscheiden magst, mache deine Reise zu einem einzigartigen Erlebnis!

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